CoVid-19: Informationen zur Erkrankung und IMPFUNG

Wir haben für unsere Patienten mehrere Dokumente online zur Verfügung gestellt, die für die kommenden Quartale 2021/2022 von wesentlicher Bedeutung sind.

Eine Impfung verhindert auch keine Corona-Infektion! Es ist absolut anzuraten, dass auch Geimpfte weiterhin testen! Sie können sich nämlich jederzeit mit diesem Virus anstecken und bei dementsprechender Viruslast auch andere Menschen damit infizieren: Menschen, die Ihnen am Herzen liegen, Kinder und Risikopatienten.
Eine Impfung verringert nur die Wahrscheinlichkeit eines schweren Verlaufes bei einer Infektion laut aktueller Studienlage. Mittlerweile sind Impfdurchbrüche als auch Reinfektionen (zweimalige Erkrankung) bekannt. Sie können allerdings auch Glück haben und positiv getestet, jedoch völlig symptomlos sein. Leider lässt dies auch nicht ableiten, ob Sie weniger ansteckend sind.

Grundsätzlich gilt für Geimpfte, Genesene als auch Ungeimpfte: Vorsorge ist besser als Nachsorge! Aufgrund der anlaufenden Infektionswelle ist es absolut zu empfehlen, sich zuhause auf eine mögliche Quarantäne vorzubereiten um im Fall des Falles alles Notwendige zuhause zu haben.

Hierfür haben wir folgende Datei zusammengestellt: HIER

Falls Sie sich neu mit CoVid infiziert haben und unsere Patienteninformation zu dieser Erkrankung sowie die weitere Vorgehensweise lesen möchten, klicken Sie: HIER

 

Drittimpfungen mit Biotech/Pfizer

Wir verweisen für Erst- und Zweitimpfungen ausschließlich auf die Impfstraßen und Impfbusse sowie Pop-Up Impfstraßen. Anmeldung zur Impfung in einer Impfstraße finden Sie HIER.

Wir führen auch KEINE Kinderimpfungen bzw. Impfung unter 18 Jahren durch. Bitte buchen Sie hierfür einen Termin in einer Kinderimpfstraße bzw. fragen Sie bei einem Facharzt/-ärztin für Kinder- und Jugendheilkunde nach.

Patienten, die gerne eine Drittimpfung mit Biontech/Pfizer erhalten möchten und deren Grundimmunisierung mindestens 4 bis 6 Monate her ist, können ab Oktober 2021 einen Drittimpftermin bei uns buchen. Die CoVid-Impfungen finden primär immer am Mittwoch zwischen 11 und 12 Uhr statt. Aufgrund der großen Nachfrage teilen wir zusätzlich an anderen Tagen Impftermine zu. In dieser Zeit wird ausschließlich geimpft! Es finden keine anderen ärztlichen Vorsprachen statt.
Dies gilt auch für Patienten, die eine Impfung erhalten haben und eine nachgewiesene CoVid-19 Erkrankung durchgemacht haben oder trotz erhaltener Impfungen keine Antikörper entwickelt haben. Wir werden keine Impflisten mehr führen oder Patienten verständigen, sondern werden Ihnen an einem bestimmten Impftag einen Termin direkt zuweisen.

Die Ärztekammer und der Krisenstab OÖ haben uns angewiesen folgende Reihung vorzunehmen:

Seitens des medizinischen Krisenstabes des Landes OÖ in Abstimmung mit weiteren medizinischen Fachexperten und Vertretern der Ärztekammer für Oberösterreich wird festgehalten:

  1. Für alle über 12 jährigen Personen, die bis jetzt noch nicht geimpft wurden, ist eine zweiteilige Impfung empfohlen.
  2. In der jetzigen Phase der Epidemie mit hohem Infektionsdruck und hoher Auslastung der Krankenhäuser ist eine frühzeitige Verabreichung der 3. Dosis essentiell.
  3. Die frühzeitige Verabreichung der 3. Dosis an definierte Risikogruppen (Ü 65, Risikopatienten,…) ist vorrangig zu verfolgen.
  4. In der aktuellen epidemiologischen Situation sind weite Teile der Bevölkerung Oberösterreichs einem erhöhten Expositionsrisiko ausgesetzt, weshalb allen impfwilligen Personen im Sinne der NIG Anwendungsempfehlung eine 3. Impfung ehestmöglich, jedoch zumindest 4 Monate (120 Tage) nach der 2. Dosis, ermöglicht werden kann.

Wir bitten daher um Ihr Verständnis, dass wir Patienten, die der Risikogruppe angehören und/oder über 65 Jahre alt sind frühere Termine anbieten!

Definition Risikogruppe:

Die Verordnung des Gesundheitsministers definiert folgende medizinische Indikationen für die Zugehörigkeit zur COVID-19-Risikogruppe:
(1) Medizinische Indikationen für die Zuordnung zur COVID-19-Risikogruppe nach § 735 Abs. 1 ASVG bzw. § 258 Abs. 1 B-KUVG sind:

1. fortgeschrittene funktionelle oder strukturelle chronische Lungenkrankheiten, welche eine dauerhafte, tägliche, duale Medikation benötigen, wie
a) pulmonale Hypertonien,
b) Mucoviscidosen/zystische Fibrosen sowie
c) COPD im fortgeschrittenen Stadium GOLD III ab Patientengruppe C;
2. chronische Herzerkrankungen mit Endorganschaden, die dauerhaft therapiebedürftig sind, wie
a) ischämische Herzerkrankungen sowie
b) Herzinsuffizienzen;
3. a) aktive Krebserkrankungen mit einer jeweils innerhalb der letzten sechs Monate erfolgten onkologischen Pharmakotherapie (Chemotherapie, Biologika) und/oder einer erfolgten Strahlentherapie sowie
b) metastasierende Krebserkrankungen auch ohne laufende Therapie;
4. Erkrankungen, die mit einer dauerhaften und relevanten Immunsuppression behandelt werden müssen, wie
a) Knochenmarkstransplantation innerhalb der letzten zwei Jahre oder unter einer immunsuppressiven Therapie oder mit Graft vs Host Disease,
b) Organtransplantation innerhalb des letzten Jahres oder unter einer immunsuppressiven Therapie oder mit Graft vs Host Disease,
c) dauernde Kortisontherapie > 20 mg bzw. Prednisonäquivalent/Tag länger als zwei Wochen,
d) Immunsuppression mit Cyclosporin, Tacrolimus, Mycophenolat Azathioprin, Methotrexat Tyrosinkinaseinhibitoren, laufender Biologikatherapie (bei nicht onkologischer Diagnose) sowie
e) HIV mit hoher Viruslast;
5. fortgeschrittene chronische Nierenerkrankungen wie
a) chronische Niereninsuffizienz mit glomerulärer Filtrationsrate < 45 ml/min,
b) bei Nierenersatztherapie sowie
c) bei St.p. Nierentransplantation;
6. chronische Lebererkrankungen mit Organumbau und dekompensierter Leberzirrhose ab Childs-Stadium B;
7. ausgeprägte Adipositas ab dem Adipositas Grad III mit einem BMI >= 40;
8. Diabetes mellitus
a) Typ I mit regelmäßig erhöhtem HBA1c > 7,5%,
b) Typ II mit regelmäßig erhöhtem HBA1c > 8,5%,
c) Typ I oder II mit Endorganschäden;
9. arterielle Hypertonie mit bestehenden Endorganschäden, insbesondere chronische Herz- oder Niereninsuffizienz, oder nicht kontrollierbarer Blutdruckeinstellung.
(2) Abgesehen von den in Abs.1 genannten medizinischen Indikationen ist die Ausstellung eines COVID-19-Risiko-Attests nur dann zulässig, wenn sonstige schwere Erkrankungen mit funktionellen oder körperlichen Einschränkungen vorliegen, die einen ebenso schweren Krankheitsverlauf von COVID-19 wie bei den in Abs. 1 gelisteten Krankheitsbildern annehmen lassen. Dies ist von dem/der das COVID-19-Risiko-Attest ausstellenden Arzt/Ärztin in seinen/ihren Aufzeichnungen entsprechend zu begründen und zu dokumentieren.